Aufführung der Theater - AG 2015

Madness in me

Dass Schüler bühnenreife Theaterstücke schreiben, darf durchaus als ungewöhnlich betrachtet werden - an der Realschule Neuried hat dies mittlerweile Tradition. Das Stück „Madness in me“ hat auch in diesem Jahr die Achtklässlerin Leoni Neumann verfasst. Es gibt uns einen Einblick in die Weltsicht von Jugendlichen und steckt voller Sprachwitz und Ideen. Lehrerin Inga Menke hat es mit viel Einfühlungsvermögen mit Schülern der Theater-AG einstudiert.

Das ist ein bunter Haufen, auf den die frisch eingewiesene Lucy in der psychiatrischen Anstalt trifft – nichts ahnend, dass sie aus diesem Haus so schnell nicht wieder rauskommen wird. Da ist Edna (Anna Penner), die gespaltene Persönlichkeit, kaum wiederzuerkennen von einer Minute auf die andere. Oder Sienna (Selina Schäfer), die einen gewissen Napoleon persönlich gekannt haben will, und Mai (Kira Küderle) , deren bester Freund eine Topfpflanze ist. Dass ihr botanischer Begleiter sprechen kann, ist ihr völlig klar – auch wenn der sich aufgrund extremer Schüchternheit einfach nie traut. Norm, Felix und Tayuya (Erjan Imeri, Maurits Hilberts und Leonie Neumann) haben auch so ihre Probleme und Lucy (sehr textsicher: Nina Stofer) steckt auf einmal mittendrin, obwohl sie doch nur ein bisschen paranoid ist.

Dem tristen Anstaltsalltag versuchen die schrägen Patienten entweder mit trashigen Musikvideos und Flachwitzen zu entkommen oder sie spielen Streiche, während Frau Dr. Kriemhild Maier (Sophie Stegnitz), die Anstaltsleiterin, die Truppe recht und schlecht in Schach zu halten versucht. Unter ihrem imposanten weißen Arztkittel trägt die Psychiaterin jedoch alles andere als eine weiße Weste. Sie hat ein dunkles Geheimnis und schreckt nicht davor zurück, unerwünschte Mitwisser ihrer verbrecherischen Vergangenheit zu erpressen oder sie notfalls eiskalt auszuschalten. Da blitzt eine Messerklinge, da ist Blut auf dem Arztkittel.

Mithilfe von Polizist Knurbsel-Wurbsel (authentisch dargestellt von Artan Imeri) und seiner gewitzten Assistentin Julia (Samantha Müller) gelingt es, die Machenschaften der Frau Doktor ans Licht zu bringen und sie zu verhaften. Und so kommt es, dass sich mangels einer geeigneten Anstaltsleitung am Ende die gutherzige Köchin Marie (Mathilda Weide) breitschlagen lässt, diese Aufgabe zu übernehmen. Dazu muss sie keine Ärztin sein, denn die Bewohner der Anstalt sind schon ganz richtig wie sie sind – tragen sie doch lediglich ihr eigenes bisschen Verrücktheit in sich. Und wer tut das nicht.

Ein unterhaltsamer Theaterabend, der nicht zuletzt von der Wirkung der witzigen Kostümierungen lebte. Für Licht und Ton zur rechten Zeit sorgten Fynn Moser und Elias Wilhelm. Snacks und Getränke stellten die Klassen 6a und 6b bereit.

 
     
 

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