Mit Bernd Thoma geht eine Ära zu Ende

Verabschiedung des Schulleiters Bernd Thoma in den Ruhestand

Eine große Gästeschar fand sich am vergangenen Dienstagmittag (17. Juli 2018) in der Aula der Realschule Neuried ein, um den Schulleiter Bernd Thoma mit zahlreichen herzlichen, sehr persönlichen Dankesworten in den Ruhestand zu verabschieden. Isabell Sprang, Konrektorin der Realschule Neuried, hatte einen originellen Begrüßungsmodus gefunden. Thoma habe gern die richtige Schulwahl für die Schülerinnen und Schüler mit dem Kauf von Schuhen verglichen. „Schuhe müssen passen. Sie dürfen weder zu groß, noch zu klein sein.“ Thoma sei es immer wichtig gewesen, dass die Schüler an der Realschule Neuried optimale Bedingungen hätten, „was sowohl das Fördern als auch das Fordern anbelangt.“ Isabell Sprang betonte, dass Bernd Thoma auch immer darauf geschaut habe, dass alles für die Kollegen möglichst genau passe und es ihnen gut gehe und dankte herzlich dafür. Sie begrüßte die geladenen Gäste, darunter Vertreter des Schulamts Offenburg, Bürgermeister Jochen Fischer und seine Amtskollegen, die Ortsvorsteher und Gemeinderatsmitglieder, Vertreter der Kirchen, Vertreter der Kooperationspartner der Schule, Elternvertreter und Vertreter des Fördervereins, Schulleiterkolleginnen- und kollegen, Familienmitglieder von Bernd Thoma, darunter seine Tochter Miriam, das Lehrerkollegium, Schülervertreter sowie weitere Mitglieder der Schulgemeinschaft.

Schulamtsdirektorin Gabriele Weinrich vom Schulamt Offenburg berichtete über den erfolgreichen pädagogischen Lebensweg von Bernd Thoma. Seit 31 Jahren unterrichtete Thoma an der Realschule Neuried und somit „kann sehr wohl von einer Ära an der Schule gesprochen werden.“ Weinrich gab einen Einblick in das dienstliche Lehrbuch von Thoma: Aufgeschlossenheit für Schülerprobleme, die Fähigkeit, innerhalb des Kollegiums zu vermitteln, einfühlsames Wirken, hervorragende Methodenkompetenz, die Fähigkeit, Menschen zu stärken, der Aufbau der Ganztagesschule und konsequentes Treffen von Entscheidungen zeichneten sein Wirken aus. Gabriele Weinrich bedankte sich im Namen des gesamten Teams des Schulamts für die gute Zusammenarbeit.

Der vierjährigen Amtszeit von Thoma als Rektor gab Bürgermeister Jochen Fischer die Überschrift „Loslassen“. Zum einen das Loslassen aus dem Amt als Konrektor, zum anderen das heutige berufliche Loslassen. Dabei betonte Fischer, dass das Wort durchaus positiv zu verstehen sei, denn man würde gezwungen, kreativ zu werden und mit Veränderung umzugehen. Thoma sei es auch gelungen, „das Lehrerkollegium loszulassen“, damit die Kollegen „Spaß haben an ihrem Beruf und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.“ Thoma selbst „ist sicherlich kreativ genug, um loslassen zu können.“ Fischer dankte für die angenehme und kreative Zusammenarbeit und bat Thoma um Eintragung ins Buch der Gemeinde Neuried.

Liebe Grüße überbrachte Heike Eßlinger im Namen des örtlichen Personalrats. Da Thoma nicht nur „ein talentierter Künstler“, sondern auch „ein leidenschaftlicher Koch“ sei, überreichte sie ihm als Präsent eine Kräuterauswahl; doch nicht irgendeine: alle der vier ausgewählten Kräuter beginnen mit dem Buchstaben „B“, passend zu seinem Vornamen.

Die Elternbeiratsvorsitzenden Claudia Kieltsch und Michaela Eckert, die selbst einst Schülerin bei Thoma war, beschrieben Bernd Thoma als einen Rektor, der immer zu seinem Wort gestanden habe, offen für Anregungen sowie sehr tolerant gewesen sei und auch für die Schule gekämpft habe, man denke da zum Beispiel an die Durchsetzung der handyfreien Schule.

Die Schülersprecher dankten ihrem Schulleiter als Vertreter der Schülerschaft. Ihr Rektor habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Schüler gehabt und viele Vorschläge wurden in die Tat umgesetzt wie zum Beispiel die Renovierung des Altbaus oder mehr Sitzgelegenheiten im Schulhaus.

Unter dem Titel „Rückspiegel“ folgte der Beitrag des Lehrerkollegiums. Dabei nahm Lehrer Dominik Gruber überzeugend die Rolle des freischaffenden Künstlers Constantin Richter ein, welcher mit einem Charterflug direkt aus Shanghai angeflogen kam, um die Kollegen bei der Rückschau von Bernd Thomas Wirken zu unterstützen. Anhand verschiedener Bilder von Thoma zeigten die Kollegen auf humorvolle Art und Weise, wie sehr er nicht nur als Lehrer und Schulleiter, sondern auch als Mensch integriert war. „Bernd, die Muse unserer Schule“, so Michael Gross, „der das Fach Musik immer so gut es ging unterstützte.“ Erweiterte Musikräume, die neue Mensa, eine neue Schulordnung, Faitrade-School, Spendenlauf, Schuljubiläum, dies alles wird das Kollegium an Bernd Thoma erinnern.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch den Schulchor und die Schulband unter der Leitung von Michael Gross und Michael Ritter. Musikalisches Highlight war dabei sicherlich die erstklassige Darbietung des Stücks „Locomotive Breath“ der Band Jethro Tull, die Thoma an seine Jugendzeit erinnerte. „Damals wollte ich Architekt werden“, so Thoma. Doch die Entscheidung, Lehrer zu werden, war sicher richtig, denn mit jungen Leuten zu tun zu haben, das halte jung. Schnell habe er sich an der Realschule Neuried heimisch gefühlt. „Pädagogische Effizienz und vertrauenswürdiges Arbeiten“ zeichnen die Schule aus.

Den einzelnen Wegbegleitern sprach Thoma seinen Dank aus, insbesondere auch seiner Frau Dorothea. Er dankte den Schülern „für das Vertrauen“, dass sie ihm als Lehrer und Rektor geschenkt haben sowie dem Kollegium, das ihm Stabilität brachte, ihn jung hielt und immer Heimat war. Mit stehenden Ovationen drückten die Anwesenden Bernd Thoma abschließend ihre Anerkennung aus. 

| Copyright © 2013 Realschule Neuried | Alle Rechte vorbehalten | Sitemap |