Presseartikel der BORS-Veranstaltung der Realschule Neuried am 1.04.2014:


„Plaudern aus dem Nähkästchen“ – worauf schauen Unternehmer bei Bewerbern?

Unternehmer aus der Region „plaudern aus dem Nähkästchen“
Bewerber/innen sollten sich in ihren Bewerbungsunterlagen und im Vorstellungsgespräch so darstellen wie sie wirklich sind.

Die Realschule Neuried lud am 1. April Eltern und Schüler/innen zu einem Podiumsgespräch zum Thema „Bewerben“ ein. Über 80 Interessierte, davon überwiegend Jugendliche, sind dieser Einladung gefolgt und haben sich Informationen geholt, die man sonst so nicht bekommen kann.
Auf dem Podium saßen fünf Unternehmer/innen und Personalverantwortliche, die aus ihren „Nähkästchen“ geplaudert haben. Neben Claudia Fritz (Kindergarten Dundenheim), Melanie Noll (TUJA Zeitarbeit) und Christiane Köcher-Roth (Christiane‘s Haarstudio), Mathias Ritter (ritter Bauunternehmung) auch der im Mai 2013 gewählte Bürgermeister der Gemeinde Neuried, Jochen Fischer, der in seinem Eingangsstatement ein heißes Bewerbungsthema angeschnitten hat: „Ich gleiche Bewerberdaten mit sozialen Netzwerken ab.“
Die Idee zu diesem Abend brachte Karl-Heinz Lange mit an die Schule, der schon im 5. Jahr im Rahmen von BORS (Berufsorientierung an der Realschule) Bewerbertrainings durchführt. Er moderierte zusammen mit der Schülerin Emma Wabnitz (Klasse 9b) den Abend.
Bewerbungsthemenwie Noten, Bewerbungsfoto, Sozialkompetenzen, Bewerbungsmappe und die Frage, was ein Bewerber mitbringen muss wurden aus Sicht der Personalverantwortlichen erklärt und teilweise auch kontrovers diskutiert. Während für Christiane Köcher-Roth das Bewerbungsfoto eine wichtige Rolle spielt, misst Bürgermeister Fischer diesem kaum eine Bedeutung zu. Auch beim Thema Ausdrucksfähigkeit gab es unterschiedliche Meinungen. Claudia Fritz, die diese Kompetenz als unerlässlich betrachtet, und Mathias Ritter, der selbstständige sowie zuverlässige Bewerber mit Durchhaltevermögen bevorzugt, lieferten sich in diesem Punkt ein spannendes Rededuell.
Letztlich wurde klar, dass es den „perfekten Bewerber“ nicht gibt und sich die Anforderungen je nach Ausbildungsbereich stark unterscheiden. Konsens bestand jedoch in der Ansicht, dass die Bewerbungsunterlagen auf jeden Fall fehlerfrei sein müssen und der Bewerber sich authentisch darstellen sollte, wozu auch außerschulische, ehrenamtliche und sonstige Freizeitaktivitäten zählen. Außerdem achten alle Podiumsteilnehmer auf die Körpersprache der Bewerber/innen.
Auf die allgemeine Kritik an Zeitarbeitsfirmen betonte Melanie Noll (TUJA) die Chancen der Zeitarbeit. Bewerber/innen bekämen die Möglichkeit, die Zeit bis zu einer möglichen Ausbildung sinnvoll zu nutzen und Berufserfahrung zu sammeln.
Neben vielen wertvollen Tipps rund um das Thema Bewerbung, gab es auch amüsante Aussagen, z.B. meinte Fischer zum Thema Praktikanten: „Ich bin ja selber noch Praktikant“.

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