Ein echtes „Plus“: Das „Praktikum Plus“


Schülerinnen und Schüler, Eltern und die Vertreter der Kooperationsbetriebe, kommen immer im Juli zur Abschlusspräsentation des Projekts „Praktikum Plus“ in die Realschule Neuried. Die Projektidee ging 2012 aus der Zusammenarbeit der Realschule Neuried mit ihrem Bildungspartner EDEKA Südwest hervor. Ziel dabei ist es, den 9.Klässlern ein freiwilliges, zusätzliches Praktikum bei einem der Partnerbetriebe zu ermöglichen, verbunden mit einer Präsentation vor der „Schulöffentlichkeit“.
Zunächst stellten sich die Betriebe vor, die alle im näheren Umkreis beheimatet sind. Während die Tunnelbau-Firma Herrenknecht weitläufig bekannt ist, und die Produktpalette von tesa auch jedem ein Begriff sein dürfte, sind die Firmen Janoschka und Fiege im Alltag eher unscheinbar, umso namhafter jedoch sind ihre Kunden. Manch Schüler hat alltägliche Markenprodukte wiedererkannt, deren Verpackung von Janoschka stammt oder deren Logistik von Fiege betrieben wird. Auch die Unternehmen Kratzer und Edeka präsentierten ihre differenzierten Arbeitsbereiche.
Allen sechs Betrieben gemeinsam war, dass sie jeweils eine breite Palette an Ausbildungsberufen offerieren. So kann ein Realschüler bei Janoschka unter anderem die Ausbildung zum Mediengestalter, zum Bürokaufmann, zur Fachkraft für Lagerlogistik oder zum Oberflächenbeschichter absolvieren. EDEKA Südwest bildet sogar in 30 verschiedenen Berufen aus und beschäftigt derzeit 3000 Auszubildende.
Im Zentrum der Veranstaltung standen jedoch die Erlebnisse der Schüler. In Kleingruppen hatten sie eigenständig Präsentationen vorbereitet, um ihre Erfahrungen im „Praktikum Plus“ zu schildern. Ein Foto aus dem Reifenlager, das zierliche Schülerinnen inmitten von riesigen LKW-Reifen zeigt, machte das Eintauchen in eine andere Welt sichtbar. Von allen Praktikanten wurde es sehr geschätzt, wenn sie einzelne Arbeitsvorgänge selbstständig erledigen durften. Eine große Herausforderung war es für einige Praktikanten, sich auf einen schnellen Wechsel der Tätigkeiten in diesem Kurzpraktikum einzustellen. Es überrascht nicht, dass die Schüler nach der Arbeit teils „ganz schön erledigt“ waren – ein Effekt, der sich nach einem weitgehend kopflastigen Schullalltag eher seltener einstellt. Alle Schüler betonten dennoch, dass sie das „Praktikum-Plus“ unbedingt weiterempfehlen würden. Ihre eigene erfolgreiche Teilnahme an diesem Projekt wurde anschließend durch ein Zertifikat gewürdigt.
Im Anschluss an die Schülerpräsentationen informierte Frau Zipf von der Arbeitsagentur Offenburg noch über Fragen der Berufswahl und die vielfältigen Möglichkeiten weiterführender Schulen.
Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie eng Schule und Betriebe zu Gunsten der Jugendlichen zusammenarbeiten können. An die Realschule Neuried zu kommen, sagte Thomas Jäger von Edeka, sei nach jahrelanger guter Zusammenarbeit immer ein „bisschen wie heimkommen“.

   
         
   

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